Arbeitstrends 2026: Worauf sich Personalverantwortliche vorbereiten müssen
Erkenntnisse inspiriert von einer Expertenrunde von Forbes
Forbes sprach kürzlich mit 10 Führungskräften aus der Arbeitswelt darüber, was als Nächstes kommt. Ihre Antworten deuten auf fünf Veränderungen hin, die prägen werden, wie Unternehmen im Jahr 2026 Talente gewinnen, führen und halten. Das sind die wichtigsten Punkte.
1. KI wird aufsteigen, menschliche Fähigkeiten werden wichtiger
Die Automatisierung wird sich weiter beschleunigen. Das steht fest. Was sich ändert, ist, was großartige von durchschnittlichen Mitarbeitenden unterscheidet. Die Experten sind sich einig, dass Fähigkeiten, die einst als „Soft Skills“ abgetan wurden, zu den wahren Leistungstreibern werden. Emotionale Intelligenz, Kreativität, Urteilsvermögen, Einflussnahme und Anpassungsfähigkeit sind nun Kernkompetenzen für den Geschäftserfolg.
Während KI mehr technische Aufgaben übernimmt, hängt Führung davon ab, wie gut Menschen kommunizieren, Entscheidungen treffen und Vertrauen aufbauen. Jüngere Arbeitnehmer erwarten diese Balance. Sie schätzen Zusammenarbeit und Empathie genauso sehr wie technisches Können.
Auch die Einstellungspraxis verändert sich. Herauszustechen bedeutet nicht länger, mit KI-Tools zu konkurrieren. Es bedeutet, echten Impact zu zeigen, eine klare Geschichte zu erzählen und Ergebnisse nachzuweisen. Unternehmen, die in Coaching und persönliche Entwicklung investieren, werden nicht nur mithalten. Sie werden die Nase vorn haben.
2. Mitarbeiterbindung wird von kontinuierlichem Feedback abhängen
Jährliche Leistungsbeurteilungen verlieren an Bedeutung. Sie sind langsam, stressig und haben wenig mit der tatsächlichen Arbeit zu tun. Feedback wird kontinuierlich sein und in die täglichen Arbeitsabläufe integriert. KI wird helfen, Momente zu erkennen, in denen Feedback nötig ist, und Vorgesetzte in Echtzeit dazu anleiten. Feedback wird zur Normalität. Nicht zu etwas, das Mitarbeiter einmal im Jahr fürchten.
Die Bindung wird auch von der Übereinstimmung der Ziele abhängen. Mitarbeiter bleiben, wenn ihre Ziele mit den Zielen des Unternehmens verbunden sind. Führungskräfte müssen verstehen, wo Menschen wachsen wollen, und anspruchsvolle Projekte anbieten, die beiden Seiten dienen. Wenn das nicht geschieht, folgt Fluktuation.
3. Remote Work wird zu einem Premium-Vorteil
Anordnungen zur Rückkehr ins Büro nehmen zu. Hybride Modelle werden strenger geregelt. Für viele Arbeitnehmer schrumpft die Flexibilität. Diese Veränderung verschiebt den Wert von Remote Work. Was einst üblich war, wird zu einem Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die weiterhin echte Flexibilität bieten, werden sich abheben, insbesondere für erfahrene und gefragte Talente.
Auch Büros werden sich wandeln. Weniger Schreibtische. Mehr Kollaborationsflächen. Bessere Technik, um Meetings mit persönlich und remote Teilnehmenden zu unterstützen. Flexibilität wird sich weniger darauf konzentrieren, *wo* Menschen arbeiten, sondern mehr darauf, *wann* sie arbeiten.
4. HR wird an Maßstab und Wirkung gemessen werden
HR-Budgets stehen unter Druck. Jedes Tool und jedes Programm muss seinen Platz verdienen. Führungskräfte erwarten einfachere Systeme, weniger Plattformen und eine bessere Akzeptanz. Eine starke Grundlage schlägt fünf unverbundene Tools. Lösungen, die nicht skalieren oder Zeit sparen, werden verschwinden.
KI wird einen Großteil der administrativen Arbeit übernehmen, die Führungskräfte ausbremst. Das Nachjagen von Updates. Das Einsammeln von Formularen. Manuelle Berichterstattung. Der Wert der HR wird daran gemessen, wie viel Zeit sie den Führungskräften zurückgibt, damit diese ihre Teams coachen, unterstützen und eine Beziehung aufbauen können.
5. Fähigkeiten werden wichtiger sein als Abschlüsse, aber Abschlüsse zahlen sich weiter aus
Die Einstellung nach Fähigkeiten wird weiter zunehmen. Mehr Unternehmen werden in Training am Arbeitsplatz, Bootcamps und interne Lernprogramme investieren. Hochschulabschlüsse werden für den Einstieg weniger wichtig sein. Für das Einkommen bleiben sie wichtig. Daten zeigen, dass Absolventen langfristig deutlich mehr verdienen. Viele Arbeitnehmer werden am Arbeitsplatz lernen, während sie parallel eine (Weiter-)Bildung verfolgen, um ihr langfristiges Gehalt zu steigern.
Für HR bedeutet das: klarere Kompetenzrahmen, bessere interne Mobilität und stärkere Lernpfade. Das Fazit für HR-Teams ist, dass es 2026 um Balance geht: Technologie mit Menschlichkeit, Flexibilität
